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Von Wellen und Steigbügeln

Sämtliche akustischen Signale, die von außen an das Ohr gelangen, seien es die Motorgeräusche eines Autos oder die Stimme eines Gesprächspartners, sind Luftbewegungen. Die Luft dient als Transportmittel für Schallsignale. Vergleichbar mit den Wellen auf der Oberfläche eines Sees, die entstehen, wenn Sie einen Stein ins Wasser werfen, breiten sich die Schallwellen in der Luft aus und gelangen so an die Ohrmuschel. Die Ohrmuschel ist so aufgebaut, dass sie Schallwellen optimal einfängt und über den Gehörgang in das Mittelohr weiterleitet. Dort treffen die Schallwellen auf das Trommelfell, welches dadurch anfängt zu vibrieren.

Die Schwingungen des Trommelfells werden über die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel an die Schnecke weitergegeben. In der Schnecke befinden sich hochempfindliche Sinneszellen (die Haarzellen). Diese wandeln die mechanische Energie der ursprünglichen Schallwellen in elektrische Energie um, welche als Nervenimpuls über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet wird. Das Gehirn verarbeitet permanent die ankommendenSignale von beiden Ohren und interpretiert diese entsprechend. Erst dadurch wird zum Beispiel das Richtungshören möglich, wodurch Sie beispielsweise feststellen können, aus welcher Richtung sich ein Auto nähert. Ist der Verarbeitungsweg des Schalls von der Ohrmuschel bis zum Gehirn beeinträchtigt, so ist das Hörvermögen eingeschränkt.

Quelle: Hörex (Text), Wikipedia (Grafik)