Optik und Hörgeräte Sager » Akustik » Hörverlust

Als die Welt immer leiser wurde

Es gibt unterschiedliche Arten, aber auch unterschiedliche Ursachen für eine Minderung der Hörkraft. Eines gilt für alle: Ein unbehandelter Hörverlust hat in der Regel physische, psychische und soziale Konsequenzen. Häufig ziehen sich die Betroffenen zurück, da sie nicht mehr an Konversationen teilnehmen können oder die Hindernisse des Alltags nicht mehr bewältigen können. Mit der heutigen Technik kann man der physischen Beeinträchtigung weitestgehend entgegenwirken, sodass ein normales Leben möglich ist.

Hörverlust Folgen
unter 25 dB Normales Hören
26 bis 40 dB Hier spricht man von einem leichten Hörverlust. Es entstehen Probleme bei Flüstern oder leisem Sprechen. In lauter Umgebung fällt es schwer Gesprächen zu folgen.
41 bis 55 dB Sie hören keine Geräusche geringer oder mittlerer Lautstärke. In einer belebten Umgebung können Sie kaum an einer Unterhaltung teilnehmen.
56 bis 70 dB Small Talk, alltägliche Gespräche oder das Läuten des Telefons rücken für Sie in weite Ferne.
71 bis 90 dB Sie verstehen nur noch laute Sprache oder Geräusche, z. B. das Zuschlagen einer Tür.
90 dB oder mehr Sogar extrem laute Geräusche, wie die eines Motorrads, können sie nur vage wahrnehmen.

Arten des Hörverlust

Schallleitungsschwerhörigkeit
Dies bedeutet eine Störung der Schallübertragung im äußeren Ohrbereich oder Mittelohr. Ursachen können u.a. ein Fremdkörper im Gehörgang, eine Mittelohrentzündung, Tubenverschluss oder ein Mittelohr-Erguss sein.

Sollten die Beschwerden nicht, wie es in manchen Fällen vorkommt, nach einer bestimmten Zeit von alleine verschwinden, kann eine medikamentöse Behandlung, eine Operation, aber auch der Einsatz von Hörgeräten oder Implantaten helfen. Dabei muss aber die Ursache ausreichend geklärt sein.

Schallempfindungsschwierigkeit
Hier liegt ein Schaden im Innenohr (Hörschnecke) oder den Hörnerven, die die Signale zum Gehirn übertragen, vor. Dieser kann angeboren, vererbt oder im frühen Kindesalter, durch z. B. eine Virusinfektion, entstanden sein. Weitere Ursachen sind u.a. Altersdegeneration, Intoxikation bei einer Mittelohrentzündung, Schädeltrauma oder ein akutes und chronisches Schalltrauma.

In der Regel helfen Hörgeräte oder Implantate.

Kombinierte Schwerhörigkeit
Dies ist der Fall wenn beide zuvor genannten Begriffe zutreffen. Je nach Ursache behandelt man diese Beeinträchtigung mit Medikamenten, operativen Eingriffen, Hörgeräten oder Implantaten.

Neuraler Hörverlust
Wenn der Hörnerv fehlt oder irrversibel beschädigt ist, ist die Behandlung mit einem Implantat oder Hörgerät nicht mehr möglich, da keine Signale zum Gehirn übertragen werden können. Ein Hirnstammimplantat ist hier die einzige Möglichkeit.